„Form follows function“ ist ein sehr oft zitierter Grundsatz bei der Gestaltung in Design oder Architektur. Demnach soll sich die äußere, ästhetische Gestaltung aus ihrem Zweck (der Funktion) ergeben, also gradlinig dem Zweck eines Objekts entsprechend eine dazu passende äußere Form gewählt werden.
Die Formulierung geht zurück auf den us-amerikanischen Architekten Louis Sullivan, der sich 1896 mit seiner Chicago School von der europäischen Entwicklung lossagen wollte.
Entgegen der wörtlichen Logik Sullivans wurde der Begriff oft zur Beschreibung eines Minimalismus verwendet und dahingehend fehlinterpretiert, dass damit keine sinnlosen, verspielten oder allzu verschnörkelten Elemente verwendet werden sollen.
Früher wie heute interpretieren aber auch viele Designer den Leitsatz im weiteren Sinn und weisen darauf hin, dass Funktion und Form sich gegenseitig bedingen, dass auch eine überdimensionierte Glasfassade ohne praktischen Nutzen Ornament sei und auch eine Verzierung eine Neben-Funktion haben kan, z. B. um über die rein praktische Gebrauchsfunktion hinaus emotional zu berühren.
Weblinks: Wikipedia, Designtagebuch.de – Artikel von Achim Schaffrina
