1919 gründete Walter Gropius, der Mitglied im 1907 gegründeten Deutschen Werkbund war, in Weimar das Staatliche Bauhaus als gemeinsame Kunstschule für Künstler und Handwerker. Intention war, die gesellschaftlichen Unterschiede aufzuheben sowie einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten.

Mit ihrer Verbindung von Kunst und Handwerk hatte die Schule, die 1925 nach Dessau umzog, maßgeblichen Einfluss auf Architektur, Kunst und Design, indirekt auch auf Musik, Darstellende Kunst und Malerei. Das “Bauhaus” als Stil wird immer noch als Grundlage vieler Entwicklungen wie Funktionalismus, Klassische Moderne oder Neue Sachlichkeit angesehen.
Mit der Rückbesinnung auf das Handwerk und die Kunst stellte das Bauhaus aus gestalterischer Sicht einen Gegenentwurf zur Ästhetik des Historismus dar. Kunst wurde als eine Fortsetzung des Handwerks, der Bau als Ergebnis eines Gesamtkunstwerks von verschiedenen Künsten formuliert. Daraus sollte einen neue Formensprache entstehen. Aus der ideellen Grundlage der Bauhaus-Schule entwicktelte sich das “Neue Bauen”, das die kubistische Formensprache hervorhebt und mit neuen Materialien (Glas, Stahl, Beton, etc.) nach ökonomischen Prinzipien vorgeht um z. B. den Massenwohnungsbau zu ermöglichen.
Weblinks: Wikipedia/Bauhaus, Bauhaus/Dessau
