Gutes Design
- ist innovativ
- macht ein Produkt brauchbar
- ist ästhetisch
- macht ein Produkt verständlich
- ist unaufdringlich
- ist ehrlich
- ist langlebig
- ist konsequent bis ins letzte Detail
- ist umweltfreundlich
- ist so wenig Design wie möglich
Mit diesen 10 Thesen hat 1993 im Rahmen einer Tagung Dieter Rams (*1932), ein Industrie-Designer der Moderne, seine Design-Philosopie dargestellt. Sie wurde weltberühmt und ist immer noch gültig, auch wenn er selbst damals sagte, dass Design sich in einer ständigen Weiterentwicklung befindet. Rams hat unter anderem als Industriedesigner Produkte des Braun-Konzerns, als Möbeldesigner für die Firma Otto Zapf gestaltet und lehrte als Professor für Industriedesign an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Seine Prinzipien und Arbeiten hatten sogar Steve Jobs und Jonathan Ive von Apple maßgeblich beeinflusst.
Diese Grundsätze sind auf Kommunikationsdesign praktisch übertragbar, da es in eine Form gegossen bzw. mit ihrem Sinn und Zweck wie ein Produkt behandelt werden kann.
Gutes Webdesign
zeichnet sich durch Eigenschaften aus, die Forderungen des Marketing, der Ästhetik und Funktionalität erfüllen:
- Es bietet, ausgerichtet auf den jeweiligen Zweck einer Website (Visitenkarte, Online-Shop, Gaming-Site, Informationsportal, etc.), die Funktionen und Inhalte, die der Anwender erwartet – nicht mehr und nicht weniger. Das Ergebnis ist die sogenannte User Experience. Dazu gehört die sogenannte Usability, d. h. Benutzerfreundlichkeit.
- Es erfüllt die Anforderungen des Websitebetreibers hinsichtlich der Zielerfüllung, der darzustellenden Inhalte. So muss eine Shop-Site beispielsweise einen bestimmten Umsatz erwirtschaften.
- Es darf nicht mit anderen Interessen kollidieren. So sollte hinsichtlich Dritter, wie Wettbewerber und Öffentlichkeit, kein Grund zur Anfechtung bestehen. Beispielsweise darf eine Website nicht die Markenrechte Dritter verletzen oder sittenwidrige Inhalte darstellen
- Es sollte zum Printdesign passen und darauf abgestimmt sein. So gibt es z. B. leuchtende Farben, die am Bildschirm schön aussehen, aber im Offset nicht dargestellt werden können, bzw. teilweise nur durch Verwendung spezieller Papiersorten oder aufwendigerer Drucktechnik an Leuchtkraft gewinnen. Dies liegt übrigens daran dass der im Druck verwendete Farbraum (CMYK) kleiner als der Monitorfarbraum (RGB) ist.
Gutes Printdesign
weist prinzipiell die gleichen Prämissen auf:
- Hier ergeben sich – genauso wie bei Online-Medien – ausgerichtet auf den jeweiligen Zweck (Visitenkarte, Katalog, Zeitung, etc.), Funktionen und Inhalte, die der Anwender erwartet – allerdings darf es mittlerweile etwas mehr sein. Zum einen sind Technik und Ästhetik bei Druckerzeugnissen auch verbessert worden, zum anderen werden Printprodukte mittlerweile teilweise durch Online-Medien ersetzt und bedürfen daher einer besonderen Form um bestehen zu können. Mittlerweile gibt es neue Papiersorten, die besondere Farben, erlebnisreiche Haptik und neue Verarbeitungsqualität aufweisen. Dies ermöglicht Kreativen neue Möglichkeiten. Beispielsweise wurde in den letzten Jahren das Letterpress-Verfahren wieder gern verwendet. Alte Druckmaschinen aus den Zeiten des Hochdrucks finden bei Kreativen großen Anklang und für exquisite Anlässe eine neue Verwendung.
- Es erfüllt genauso wie andere Medien die Anforderungen des Verlags bzw. Absenders hinsichtlich der Zielerfüllung der darzustellenden Inhalte. So muss ein Print-Katalog beispielsweise einen bestimmten Umsatz erwirtschaften. Und es darf genausowenig wie bei Online-Medien mit anderen Interessen kollidieren.
- Es sollte zum Webdesign passen und farblich darauf abgestimmt sein.
Weblinks: Designwissen.net, Wikipedia, Vitsoe, Bewertet.de
